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Wo immer wir den Becher Wasser reichen...

Liebe Freunde und Wohltäter!

Nach langen Wochen kühlnassen Wetters in weiten Teilen Europas bricht nun doch endlich der Sommer herein ins Land und erfüllt Wiesen, Wald und Fluren mit seinem freundlichen Licht. Für viele steht der ersehnte Urlaub vor der Tür. Auch ich werde Zeit finden, in den heimatlichen Tiroler Bergen die Seele baumeln zu lassen und zugleich neu beschenkt zu werden von der Schönheit der Schöpfung Gottes. Im Sonnengesang hat der hl. Franz von Assisi auch das Wasser mit einer Strophe bedacht. Diese kommt mir stets in den Sinn und auf die Lippen angesichts der schäumenden Wasserfälle, die sich tosend von den Wänden stürzen oder der rasch anwachsenden Quellen, welche als friedlich dahingurgelnde Almbächlein durch herrlich blühende Matten ziehen. Es bleibt ein Staunen, eine tiefe Freude und ein leises Dankgebet für dieses Leben in Fülle.

Nicht überall auf dieser Erde sind die Menschen derart gesegnet. Vielfach sind ganze Völker von den Quellen des Lebens abgeschnitten, alles vertrocknet und verwelkt – auch im übertragenen Sinn. Mut und Hoffnung sinken, es bleibt zum nackten Überleben nur die Flucht. Wo immer wir den Becher Wasser reichen, wo wir hinschauen und teilen, vervielfacht sich das Leben. Unser franziskanisches Hilfswerk versucht vor Ort in den Krisengebieten dieser Welt, in vielen Bereichen den Menschen am Rand zur Seite zu stehen und neue Quellen des Lebens aufbrechen zu lassen. Unterstützen auch Sie uns!

Mit einem herzlichen Vergelt´s Gott und den besten Wünschen für einen erholsamen Sommer

Ihr

P. Oliver Ruggenthaler ofm
FRANZ HILF-
Franziskaner für Menschen in Not

Impuls

Solide Grundsteine für bessere Startbedingungen

Ein Stern der Hoffnung ist die mittlerweile 18-jährige Yusra Mardini aus Syrien geworden. Nachdem der Motor ausfiel und das Boot zu sinken drohte, zogen und schoben Yusra und ihre Schwester Sarah es drei Stunden durch das Ägäische Meer von der Türkei nach Griechenland. Damit haben sie ihr eigenes Leben und das 18 weiterer Menschen, 17 von ihnen konnten nicht schwimmen, gerettet. Anschlie¬ßend ließen die beiden Schwestern sich auf ihrer weiteren Flucht, die im August letzten Jahres in Damaskus begann, durch nichts beirren.

Ein Jahr später, am 05. August 2016, wird Yusra gemeinsam mit den Sportlerinnen und Sportlern aus aller Welt bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro als Schwimmerin für das Flüchtlings-Team Einzug halten. Das Olympische Komitee hat dazu eine eigene Mannschaft zugelassen. Fünf bis zehn Flüchtlinge aus aller Welt mit Spitzensportlerqualitäten werden in Rio in ihrer Sportart kämpfen - ohne jeden Anflug von Nationalismus. Hier geht der Grundgedanke auf: Als „Treffen der Jugend der Welt“ sollen die Olympischen Spiele der Neuzeit dem sportlichen Vergleich und der Völkerverständigung dienen.

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„Ihre Matratze ist die Straße und ihre Decke der Himmel“

Nothilfe für betroffene Menschen in Ecuador läuft

Nach dem verheerenden Erdbeben in Ecuador ist die Zahl der Toten auf 655 angestiegen. Viele Menschen irren noch zwischen den Trümmern ihrer Häuser umher und haben keinen Platz zum Schlafen. Einige, so schreibt der Provinzial der Franziskaner, Pater Mario Liroy Ortega ofm, trifft man an den Straßenrändern: „Ihre Matratze ist die Straße und ihre Decke der Himmel“.

Die Franziskaner haben Konvois mit Hilfsgütern zusammengestellt. Damit fahren sie in Dörfer, in denen bis heute so gut wie keine Hilfe angekommen ist, da sich die staatliche Hilfe vor allem auf die Städte konzentriert. Franz Hilf unterstützt die Franziskaner in Ecuador mit Geld für Zelte, Decken und Matratzen.

Wir bitten Sie um Ihre Spende für die betroffenen Menschen in Ecuador.

Liebe Freunde und Wohltäter,

die Fastenzeit schärft das Auge unseres Herzens für das, was bleibenden Wert hat im Leben. Jesus ermutigt uns zur Offenheit für die vielfache Not in der weiten Welt. Wo immer wir uns davon berühren lassen, bricht Reich Gottes an, das über die Endlichkeit unseres Dasein hinaus weist.

In der Zuwendung zu den Bedürftigen und Armen geschieht Begegnung mit dem Herrn:

Ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben;
ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben;
ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen;
ich war nackt, und ihr habt mir Kleidung gegeben;
ich war krank, und ihr habt mich besucht;
ich war im Gefängnis, und ihr seid zu mir gekommen.
Amen, ich sage euch:
Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.

(Mt 25, 35-36.40)

Wie der heilige Franz von Assisi in der Umarmung mit dem Aussätzigen seine eigentliche Berufung dankbar hat erkennen dürfen, so werden auch wir gerade in den 40 Tagen auf Ostern hin tief beschenkt, wenn wir Aufmerksamkeit schenken und teilen.

Durch unser franziskanisches Hilfswerk können auch Sie vielen Menschen nahe sein und die frohe Botschaft ein Stück weit Wirklichkeit werden lassen. Vergelt´s Gott für jede Gabe und Ihr Gebet!

Einen gesegneten Weg auf Ostern hin

Ihr
P. Oliver Ruggenthaler ofm

Papst Franziskus: Enzyklika „Laudato si“

Die am 18. Juni 2015 im Vatikan veröffentlichte neue Enzyklika von Papst Franziskus stößt auf weltweit verbreitetes Interesse, aber auch auf Kritik. Den einen spricht der Papst aus dem Herzen, indem er die Sorgen um das gemeinsame Haus der Erde aufnimmt, anderen kommt er in die Quere; ihre ökonomische Pläne und ihr Verhalten werden als globaler Schadensfall benannt, wenn nicht umgehend Denken und Handeln auf die Existenz aller Menschen ausgerichtet wird.

Wir verstehen die Enzyklika nicht bloß als Appell in den politischen und ökonomischen sowie ökologischen Schaufenstern, auch nicht nur gerichtet an die globalen Verantwortungsträger. Sie betrifft das Denken und Handeln jedes Menschen – im Blick auf eigenes Verhalten und im Blick auf die fatale Auswirkung gedankenloser Praxis in der täglichen Sorglosigkeit im Verbrauch von Ressourcen jeder Art.

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Erdbeben in Nepal

Hilfe für Opfer in Kathmandu

Franz Hilf konnte bereits kurz nach dem Erdbeben in Zusammenarbeit mit der Missionszentrale der Franziskaner, der Organisation 'action medeor ' und der 'Shanti Leprahilfe' wichtige Hilfe im Krankenhaus 'Sewa-Griha' in Kathmandu leisten.

Die Mitarbeiterin der Missionszentrale ist nun erneut nach Nepal gereist. Sie berichtet, dass Dank der großherzigen Unterstützung auch unserer Spenderinnen und Spender viele mittelose Patienten kostenlos ambulant behandelt werden können. Dort erhalten sie im Bedarfsfall auch einen medizinischen Check-up und die notwendige Versorgung mit Medikamenten. Neben den Vollzeitkräften, u.a. einer Ärztin auf der Kinderstation, ist die ehrenamtliche Unterstützung als auch die Unterstützung der Patienten untereinander bemerkenswert. Gerade für die vielen Waisenkinder, die zudem unter geistigen oder körperlichen Behinderungen leiden, ist das Krankenhaus zum Zufluchtsort geworden.

Unterstützung trotz instabiler politischer Situation in der Ukraine

Franz Hilf bleibt an der Seite der Notleidenden

Zwei Kinder im sozialkaritativen Zentrum in Vinogradiv / Ukraine Obwohl die politische Situation in der Ukraine für viele unübersichtlich geworden ist, unterstützt Franz Hilf auch weiterhin viele Projekte in der Ukraine, die sich auf die Seite der Notleidenden gestellt haben - so zum Beispiel das sozialkaritative Zentrum in Vinogradiv.

Das Hauptziel des Zentrums ist eine konkrete soziale und karitative Hilfe für notleidende Personen. In das Zentrum werden heute vor allem Kinder aufgenommen, die organische Schäden am Gehirn und an der Wirbelsäule erlitten haben und bei denen die Bewegungsfähigkeit erheblich eingeschränkt ist. Oft ist auch geistige Behinderung und verlangsamte psychische Entwicklung bei den Kindern vorhanden.

Dank der Hilfe unserer Spender können diese Kinder auch weiterhin ein menschenwürdiges Leben führen.

Franziskaner Österreich und Südtirol